Dieses Kleinbilddia (Originalgröße 5 x 5 cm) ist eines der seltenen Exemplare eines angekauften Kleinbilddias in der Hamburger Sammlung. Ab den 1950er Jahren wurden die allermeisten unserer Dias von der Fotostelle der Universität hergestellt, die damals fast ausschließlich für die Seminare der Archäologie und der Kunstgeschichte arbeitete.
Das Etikett unter dem Deckglas gibt zweifelsfrei seine Herkunft an „Bildarchiv Foto Marburg“. Die Inventarnummer oben „232872“ zeigt an, dass das Dia in der ersten Hälfte der 1970er Jahre angekauft wurde. Damals gab es noch nicht sehr viele Kleinbilddias in der bereits über 200.000 Exemplare zählenden Diasammlung des Kunstgeschichtlichen Seminars. Daher wurden auch sie mit der laufenden Inventarnummer nummeriert – es gab noch keine separate Zählung. Foto Marburg (heute „Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte„), hervorgegangen aus der Sammlung des Kunstgeschichtlichen Instituts in Marburg, belieferte damals schon seit Jahrzehnten kunstgeschichtliche Lehrstühle mit qualitätvollem Material, das in eigenen Fotokampagnen aufgenommen worden war. In Hamburg befinden sich vor allem Fotoabzüge von Foto Marburg, aber keine große Anzahl an Dias.
Ob es sich bei dem vorgestellten Exemplar um ein Glasplattendia (=eine belichtete Glasplatte mit Deckglas) oder ein Filmdia (=ein s/w-Unkehrfilm zwischen zwei Glasplatten) handelt, kann auf den ersten Blick nicht festgestellt werden. Da die Umklebung des Dias noch völlig intakt ist, wird von einer neugierigen Öffnung abgesehen!
Der auf dem kleinen in Hamburg aufgeklebten Streifen verzeichnete Text gibt den Standort des präsentierten Gemäldes: „Kassel, Gem[älde] Gal[erie]“, den Künstler und den Titel: „Gabriel Metsu, Das Almosen“. Dabei ist „Metsu“ unterstrichen, um zu kennzeichnen, dass das Dia unter „M“ einzuordnen ist. Der kleine rote Punkt zeigt an, welche Seite des Dias nach UNTEN in den Projektor geschoben werden musste, damit das Bild bei der Projektion nicht auf dem Kopf stand.
Ein Großdia-Pendant existiert nicht, so dass das Kleinbilddia wohl exakt aus dem Grund angekauft wurde, um den Bestand zu ergänzen.
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