Die Foto- und Diasammlung

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Bild des Monats aus dem Diaarchiv: April

31. März 2017 ankenapp Keine Kommentare

Großbild-Dia mit Dürerzeichnung

Dieses Dia (Originalgröße 8,5 x 10 cm) trägt eine Zeichnung Albrecht Dürers mit dem Titel „Das Frauenbad“. Der ovale ‚Marmeladenglasaufkleber‘ gibt ein „Z“ für Zeichnung an, sowie den Entstehungszeitraum: 1494-1500. Das Original befindet sich in der Bremer Kunsthalle, wo es 1904 durch Mitarbeiter der Berliner Lichtbildfirma „Dr. Franz Stoedtner“ abfotografiert wurde. Es ist damit eines unserer ältesten Dias. Bevor es 1921 in den Bestand des Seminars eingegliedert wurde, gehörte es der Hamburger Oberschulbehörde. Im Seminar erhielt es die Inventarnummer 452.

Die Macht der Farbe

14. März 2017 ankenapp Keine Kommentare

Diese beiden Glasplattendias zeigen das selbe Motiv: den Empfangsraum in der Casa dei Cervi in Herculaneum. Sie stammen aus der selben Vorlage: dem 1932 erschienenen Buch „Ercolano“ von Amedeo Maiuri. Das Dia links ist von der Farbtafel schwarz-weiß abfotografiert und NACHTRÄGLICH koloriert worden. Das Dia rechts ist von der schwarz-weiß-Abbildung abfotografiert worden. Man beachte vor allem den Sockel, der in der farbigen Abbildung und dem auf ihrer Grundlage kolorierten Dia marmoriert wurde, wohingegen er im s/w-Bild unstruktierter Betonguss zu sein scheint.

Beide Dias stammen aus dem Archäologischen Seminar der Universität Hamburg und gehören seit 1966 zum Bestand des Kunstgeschichtlichen Seminars

Bild des Monats: März – Fotoarchiv

10. März 2017 ankenapp Keine Kommentare

Dieses Foto stammt aus dem Nachlass des Kunsthistorikers Karl Otto Wolff. Es entstand 1981 und zeigt die damals noch als Ruine verbliebene Frauenkirche in Dresden. Das ebenfalls sehr ruinös aussehende Auto davor ist ein „Saporoshez“ sowjetischer Bauart, im DDR-Slang kurz „Sapo“ genannt. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es aber kein Schrottauto – Schrott war viel zu wertvoll, um in der Landschaft zu stehen. Anders, als man es zum Beispiel aus den USA kennt, wo verflossene Autogenerationen gern einfach im Hof oder am Straßenrand „abgestellt“ werden.

Bild des Monats. März: Dia-Klebegerät

07. März 2017 ankenapp Keine Kommentare

Bis zur Erfindung der Plaste-Wechselrähmchen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mussten Dias per Hand geklebt werden. Entweder die Diapositiv-Glasplatte mit dem Deckglas zusammen, oder (ab Ende der 1930er Jahre) der Diapositivfilm-Abschnitt zwischen zwei kleine Glasscheiben. Hierfür standen vorgefertigte sogenannte U-Form Klebestreifen als Rolle (im Bild auf dem Klebegerät) oder als geschnittene Streifen für Kleinformat-Dias 5×5 zur Verfügung. Um den Bildbereich ordentlich und formschön einzufassen und das Scheuern der Gläser aufeinander zu vermeiden, gab es Masken, die zwischen die Gläser gelegt wurden (im Bild unten).

Zwei dünne Glasscheiben und eine Maske freihändig mit befeuchtetem sich rollendem Klebestreifen zu fixieren ist eine knifflige Angelegenheit. Daher wurden schon sehr früh „Dia-Klebegeräte“ entwickelt, in die man die Gläser einspannen und drehen konnte, währen das Klebeband oder die Klebestreifen ringsherum angeklebt wurden. Das rechte Bild zeigt eine solche „Maschine“ um 1900. Links ist ein Dia-Klebegerät von ca. 1955 aus der DDR zu sehen. In der kleinen Dose befinden sich weiße Klebestreifen, die der Din-Norm zufolge oben am Dia angebracht zu sein hatten. So konnte man selbst im Dunkeln bei der Projektion sehen, welche Seite nach UNTEN zeigen musste, um das Dia richtig herum zu projezieren: nämlich die weiße Seite, da das Dia immer „auf dem Kopf“ in den Projektor kam. Spätere Plaste-Rahmen boten diesen Luxus nicht; sie waren ringsherum einfarbig. Nun musste mit anderen Methoden „oben“ und „unten“ gekennzeichnet werden

Bernwardsäule in Hildesheim – Foto von vor 1893

01. März 2017 ankenapp Keine Kommentare

Auf diesem alten Dia der Firma Franz Stoedtner, Berlin (Originalgröße 8,5 x 10 cm) sehen wir die berühmte Bernwardsäule, gefertigt um 1020. Sie besteht aus Bronze und ist mit Szenen des Lebens Christi verziehrt. Ursprünglich befand sie sich in St. Michael in Hildesheim und trug das große Triumphkreuz. Zwischen 1810 und 1893 war sie auf dem Domplatz aufgestellt, wie auf diesem Dia zu sehen. Seit über hundert Jahren befindet sie sich nun im Hildesheimer Dom.

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