Die Foto- und Diasammlung

custom header picture

Kathedrale von Oben – zwei Skizzen Wolfgang Schönes

24. September 2020 ankenapp Keine Kommentare

Chartres Innenraum

Innenraum der Kathedrale von Chartres

Reims Innenraum

Kathedrale von Reims

 

Diese beiden – man kann wirklich sagen – Kunstwerke zeigen das Innere der Kathedralen von Reims und Chartres aus der „Vogelperspektive“ von der Vierung aus. Es handelt sich um zwei Skizzen von Wolfgang Schöne, die während einer Frankreichexkursion im November 1957 entstanden, wie unten rechts auf dem Blatt vermerkt ist. Diese beeindruckenden Ansichten gehören zu einem großen Konvolut Kopien von Skizzen französischer Architektur, die heute in den jeweiligen Boxen des Fotoarchivs alphabetisch nach den Städten aufgeteilt liegen. Beide Xeroxkopien wurden auf den damals üblichen gelben Karton aufgezogen und auf der Rückseite mit dem runden Stempel „Kunstgeschichtliches Seminar . Universität Hamburg“ versehen.

Von einigen dieser Skizzen wurden  nicht nur Blätter für das Fotoarchiv angefertigt, sondern auch Diapositive. So auch im Fall des Vierungsbildes von Reims, das in doppelter Ausführung als Dia vorliegt (Inventarnummer 57437) und von Chartres, das sogar dreimal vorhanden ist (Inventarnummer 57436).

 

Bild des Monats: August 2019, aus dem Diaarchiv

02. August 2019 ankenapp Keine Kommentare

Dieses Glasdia (Originalgröße 8,5 x 10 cm) wurde in den späten 1960er Jahren von der Fotostelle des Seminars angefertigt. Als Vorlage diente eine Zeichnung von Wolfgang Schöne – und zwar aus dem Jahr 1929, wie die Signatur zeigt. Lange vor seiner Hamburger Professorenzeit hielt Schöne also bereits Baudetails zeichnerisch fest. Im Bestand befinden sich noch weitere Dias nach Vorlagen von 1929, die meisten Schöne-Zeichnungen stammen jedoch aus Exkursionen der 1950er Jahre.

Vernetzte Fotoobjekte

24. April 2019 ankenapp Keine Kommentare

Diese auf Karton montierte Fotografie der berühmten Oberkirche von S. Francesco in Assisi (Originalgröße: 25,5×20 cm) aus dem Atelier Bencini e Sansoni in Florenz scheint auf den ersten Blick nichts Besonderes zu zeigen. Der Karton trägt die Inventarnummer 15660 (oben links)  – das Foto wurde also 1953 erworben, wie das zugehörige Inventarbuch sagt. Auf der Rückseite ist er mit dem damals üblichen Rundstempel „Kunstgeschichtliches Seminar. Universität Hamburg“ bestempelt. Interessant ist jedoch der handgeschriebene Hinweis unten auf dem Karton. Hier heißt es nämlich “ Das mittlere Chorfenster (das in dem Foto zugehängt zu sehen war) durch Retusche ‚geöffnet'“. Als Verantwortlicher dieser Maßnahme ist Professor Wolfgang Schöne auszumachen, der die Pappe mit Schöne I, 54 (Januar 1954) signierte.

Links unten wird schließlich noch vermerkt, dass zu dem Motiv drei Dias existieren. Zwei  der Dias konnten noch aufgefunden werden, darunter das hier abgebildete (Originalgröße 8,5×10 cm) mit der Inventarnummer 33139, auf dem als Quelle auch das Fotoarchiv angegeben ist. Das Dia zeigt den Originalzustand der Fotografie, ohne das ‚geöffnete‘ Fenster.

Ein originaler Fotoabzug oder ein Negativ existieren nicht mehr. Die beiden Fotoobjekte sind ein gutes Beispiel für den Umgang mit Bildmaterial, das für die kunstgeschichtliche Lehre angepasst werden musste, falls die gewünschte Ansicht nicht verfügbar war. In der Tat existieren vom Chor in S. Francesco nur noch ältere Fotos und Dias, bei denen das Mittelfenster durch das große Triumphkreuz ‚verstellt‘ ist.

Röntgenfilm-Dia

12. April 2019 ankenapp Keine Kommentare

Dieses Großbilddia (Originalgröße 8,5×10 cm) mit einer Reproduktion von Abraham Janssons „Venus mit Bacchus und Ceres“ überrascht auf den ersten Blick mit der (ungewohnt) schlechten Qualität: das Bild wirkt leicht verschwommen, mit wenig Kontrast. Ein Blick auf die Rückseite offenbart den Grund: es handelt sich um ein Stück Planfilm, das zwischen den beiden Glasplatten liegt, und nicht um eine belichtete Glasplatte mit Deckglas.

Die Inventarnummer 18333 rechts oben im Bild zeigt den Grund für diese Materialwahl an: das Dia entstand 1946 oder 1947. Aus dieser Zeit haben sich mehrere Rechnungen erhalten, die der Beschaffung von Diamaterial aus Röntgenfilm-Platten gewidmet sind. Reguläre Diapositivplatten waren nicht mehr erhältlich – Röntgenfilm aus diversen Quellen jedoch schon, und seien es Privatbestände von Ärzten. Wolfgang Schöne, der 1946 als Vertreter des Lehrstuhls und ab 1947 als Inhaber desselben am Seminar tätig war, kaufte emsig Röntgenfilm-Platten auf, um die dringend benötigten Dias für seine Veranstaltungen herstellen lassen zu können. Nummer 18333 ist ein solches Zeitzeugnis.

Hier ist ein solches Röntgenfilmdia aus der gleichen Serie ohne Glas zu sehen.

Publikation „Ohne gute Fotos kann der Kunsthistoriker nicht arbeiten!“

10. Oktober 2018 ankenapp Keine Kommentare

Im September ist im von Foto Marburg herausgegebenen Rundbrief Fotografie der Artikel „Ohne gute Fotos kann der Kunsthistoriker nicht arbeiten. Die Fotografiensammlung des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg“ von Anke Napp erschienen.
Hier wird der Geschichte der Fotothek des Kunstgeschichtlichen Seminars nachgespürt, die 1920 mit Erwin Panofsky ihren Anfang nahm und Widrigkeiten wie knappen Kassen, Lehrstuhlvakanzen, Krieg und Nachkriegszeit zum Trotz beharrlich ausgebaut wurde und heute etwa 60.000 Fotografien beherbergt.

Dia mit Handzeichnung auf Glas

26. April 2018 ankenapp Keine Kommentare

Dieses Dia (Originalgröße 8,5 x 10 cm) zeigt die räumliche Aufteilung des Kreuzigungsaltars des Meisters von Flémalle. Die Bildträgerplatte wurde in diesem Fall nicht fotografisch belichtet, sondern direkt auf das Glas gezeichnet und anschließend koloriert. Ein Deckglas schützt das kleine Kunstwerk – zum Anbringen der vollständigen Klebestreifen war offensichtlich nicht genügend Platz. Die Inventarnummer des Dias (21280) zeigt, dass es Anfang der 1950er Jahre angefertigt worden sein muss, vermutlich für die im Wintersemester 1951/52 stattfindende  Vorlesung „Französische Malerei des 15.-18. Jahrhunderts“ von Professor Wolfgang Schöne. Da sich im Bestand der Dia- und Fotosammlung zahlreiche Skizzen Schönes befinden, kann davon ausgegangen werden, dass er auch dieses Dia selbst angefertigt hat.

Neue Mini-Ausstellung

30. Januar 2018 ankenapp Keine Kommentare

Die Vitrine im Flur des Kunstgeschichtlichen Seminars ist diesmal mit Dokumenten und Sammlungsobjekten bestückt, die aus der Zeit des Ordinariats von Wolfgang Schöne stammen. Werfen Sie einen Blick auf die Anstrengungen, die in den späten 1940er bis 1960er Jahren unternommen wurden, um eine angemessene Forschung und Lehre am Seminar zu ermöglichen!

Rembrandts Zeichnungen

26. Januar 2018 ankenapp Keine Kommentare

(klicken zum vergrößern!

Dieses Glasdia (Originalgröße 8,5 x 10 cm) enthalt die Fotografie eines maßstabsgetreuen Blattes, auf dem diverse Rembrandtzeichnungen skizziert sind. Das didaktisch wie auch künstlerisch interessante Blatt wurde 1962 von Prof. Wolfgang Schöne gezeichnet, wie die Angabe rechts auf dem Rahmen des Dias verrät. Es ist Teil einer ganzen Serie, und der Betrachter kann nur erahnen, wieviel Mühe die Fertigstellung der einzelnen Blätter gemacht haben muss!

Architektonische Zeichnungen im Fotoarchiv

12. Januar 2018 ankenapp Keine Kommentare

Dies ist eine von zahlreichen Zeichnungen, die Wolfgang Schöne während seiner Zeit als Lehrstuhlinhaber der Kunstgeschichte in Hamburg hinterließ. Die Grundrisse, Aufrisse, architektonischen Details und Gesamtansichten befinden sich in besonders großer Zahl in der Rubrik „Frankreich“ der Fotosammlung. Sie entstanden in einem Zeitraum vom Ende der 1950er Jahre bis in die 1960er Jahre und geben auch Aufschluss über neueste Grabungs- und Restaurierungsarbeiten an den betreffenden Kirchen. Minutiös sind – wie bei diesem Beispiel der Kathedrale von Orleans – Einzelbefunde und eventuelle Verweise auf Publikationen verzeichnet.

Einige der Zeichnungen sind in doppelter Ausführung vorhanden und dienten wohl dazu, während eines Seminars herum gereicht zu werden. Von mehreren wurden auch Diapositive angefertigt.

Seite 1 von 2