Die Foto- und Diasammlung

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Foto des Monats: Januar 2018 aus dem Diaarchiv: Auf dem Marktplatz von Ypern

05. Januar 2018 ankenapp Keine Kommentare

Stadthaus und Marktplatz von Ypern um 1915 (zum Vergößern bitte klicken)

Dieses Glasdia (Originalgröße 8,5×10 cm) zeigt das Stadthaus von Ypern mit einer Gruppe Einheimischer, deren Kleidung das Foto in eine Zeit von 1900 bis 1920 verlegt. Die Anschläge unter den Arkaden, die sicher Hinweise auf das Entstehungsdatum des Fotos geben könnten, sind leider nicht lesbar.

Das Dia wurde von der Firma „Dr. Franz Stoedtner“ in Berlin hergestellt und trägt die zugehörige Verlagsnummer 26136, mit der das entsprechende Bild aus den Ansichtsalben bestellt werden konnte. Dias der Firma Stoedtner, die bis 1945 in Berlin, anschließend in Düsseldorf ansässig war, lassen sich aufgrund ihrer wechselnden Adresse und der Gestaltung des Firmenlogos relativ gut zeitlich einordnen, was die Fertigung des Diapositivs anbelangt (das zugrundeliegende Foto war oft einige Jahre älter, wie hier auch. Unter diesem Link der Humboldt-Universität Berlin sind Beispiele für die verschiedenen von Stoedtner verwendeten Etiketten zu finden.

Dieses Dia mit dem Stadthaus von Ypern, das keinen Aufkleber des Kunstgeschichtlichen Seminars Hamburg und damit keine Inventarnummer trägt (Grund unbekannt), wurde laut Etikett zwischen 1929 (möglicherweise schon 1922) und 1942 hergestellt. Kenner der Stoedtner-Dias werden bemerken, dass dieses NICHT sepiagetönt ist, wie es meistens der Fall ist. Es existieren auch Stoedtner-Dias mit ein und demselben Motiv, jedoch unterschiedlicher Herstellzeit, von denen eines Sepiatönung hat und das andere nicht. Gab die Firma im Laufe der 1920er Jahre diese charakteristische Einfärbung auf? Es existieren allerdings Konvolute von getönten Dias mit dem gleichen Adressettikett (Beispiel hier und hier). Vielleicht konnte der Besteller auch zwischen Sepiatönung und Schwarzweiß wählen, wie es zum Beispiel die Firma Liesegang für ihre Bildbänder anbot.

Just discovered – Fotothek

12. Oktober 2017 ankenapp Keine Kommentare

Heute fiel mir in der Fotothek dieser Karton mit einer Fotografie des Braunschweiger Domes, gefertigt vom Verlag Dr. F. Stoedtner, in die Hände. Auf der Rückseite fand sich überraschender Weise ein handgezeichneter Entwurf von Heinrich C. Wolbrandt für einen Sockel mit Büste. Der Stempel „Kunsthistorisches Seminar der Hamburgischen Universität“ verweist in eine Zeit von vor 1935. Wolbrandt war ein Hamburger Möbelhersteller. Um wen es sich bei diesem Denkmal handeln sollte ist jedoch unklar – vielleicht die Büsten, die im Hauptgebäude der Universität aufgestellt waren/sind?

Bild des Monats: Oktober 2017, aus dem Diaarchiv

27. September 2017 ankenapp Keine Kommentare

Straßburger Kathedrale – Vorderseite

Straßburger Kathedrale – Rückseite

Dieses Gladia (Originalgröße 8,5×10 cm) zeigt den Umgang mit gekauften Dias und die „Voreinstellungen“, mit denen die großen Diaverlage ihre Kunden belieferten. Wie der Aufkleber zeigt, wurde dieser Fassadenaufriss des Straßburger Münsters von der Berliner Firma Dr. Franz Stoedtner zwischen 1905 und 1929 gefertigt (später änderte sich die auf dem Schild angegebene Adresse).  Stoedtner stellte den Aufriss zwei anderen Kathedralen gegenüber, wie in der Fotografie der Rückseite gut zu erkennen ist. Eines davon ist das Freiburger Münster, was auch im Verlagstitel rechts auf dem Dia genannt ist. Seitens des Verlages nahm man also an, der Benutzer des Dias würde eben diese Vergleiche zeigen wollen und gab sie ihm an die Hand.

In Hamburg allerdings entschied man sich zu einem unbekannten Zeitpunkt, die beiden Vergleiche zu überkleben und nur das Straßburger Münster stehen zu lassen. Das Dia gelangte sehr früh – 1922- an das Kunstgeschichtliche Seminar, aus der Stiftung für das Allgemeine Vorlesungswesen. Es erhielt die Inventarnummer 335.

Just found: Dom zu Hildesheim vor dem II. Weltkrieg

08. September 2017 ankenapp Keine Kommentare

Hildesheimer Dom, Inneres nach Osten um 1915

Dieses Foto des Verlags Dr. Franz Stoedtner aus dem Fotoarchiv stammt aus einer Zeit vor den Zerstörungen des II. Weltkrieges und zeigt das barockisierte Innere des Gotteshauses. Bei der Wiederherstellung nach dem Krieg wurde auf ein schlichtes, weiß getünchtes romanisches Innere zurück gegriffen.

Inneres des Hildesheimer Doms 2017 (Foto A. Napp)

Die Fotografie befindet sich auf einer recycelten Pappe aus einem Bildwerk, deren Landschaftsfoto offenbar als wertlos erachtet wurde. Der Stempel des Kunstgeschichtlichen Seminars kennzeichnet das Bild als eine Erwerbung in den 1920er Jahren:

Rückseite der Bildpappe mit dem Hildesheimer Dom

Bild des Monats aus dem Diaarchiv: April

31. März 2017 ankenapp Keine Kommentare

Großbild-Dia mit Dürerzeichnung

Dieses Dia (Originalgröße 8,5 x 10 cm) trägt eine Zeichnung Albrecht Dürers mit dem Titel „Das Frauenbad“. Der ovale ‚Marmeladenglasaufkleber‘ gibt ein „Z“ für Zeichnung an, sowie den Entstehungszeitraum: 1494-1500. Das Original befindet sich in der Bremer Kunsthalle, wo es 1904 durch Mitarbeiter der Berliner Lichtbildfirma „Dr. Franz Stoedtner“ abfotografiert wurde. Es ist damit eines unserer ältesten Dias. Bevor es 1921 in den Bestand des Seminars eingegliedert wurde, gehörte es der Hamburger Oberschulbehörde. Im Seminar erhielt es die Inventarnummer 452.

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