Die Foto- und Diasammlung

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Zerstörungen des II. Weltkrieges

26. April 2017 ankenapp Keine Kommentare

Hagen, Blick in die Ruine einer evangelischen Kirche

Dülmen, Blick in die Kirchenruine von St. Viktor, zerstört März 1945

Auf diesen beiden Fotos von Kurt Wilhelm-Kästner (Professor am Kunstgeschichtlichen Seminar 1942-1945 und 1950-1966) sehen wir die Schäden, die Bombenangriffe der Alliierten angerichtet hatten. Für den Architekturforscher war dies jedoch nicht nur ein großes Unglück: vielmehr hatte er jetzt die Gelegenheit, von Dach und Putz „befreite“ Bausubstanz eingehend zu untersuchen und zu fotografieren, wofür er zum Teil Sondergenehmigungen einholte.

Just discovered: Eine Wäscheleine

20. April 2017 ankenapp Keine Kommentare

Die Bremer St. Martinskirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und das gotische Portal mit der Krönung des Heiligen Martin ist sicher sehenswert. Was dieses Foto aber zu einem Zeitzeugen macht, ist die Wäscheleine mit den Strümpfen. Am 5. Oktober 1944 wurde die Kirche bei einem Bombenangriff schwer getroffen und konnte  nicht mehr als Gotteshaus genutzt werden. Wie es scheint, hatte aber eine Familie in der Ruine Zuflucht gesucht und trocknete nun die Wäsche vor dem Portal. Ab 1952 begann der Wiederaufbau der Kirche.

Das Foto stammt aus dem Nachlass von Prof. Kurt Wilhelm-Kästner, Inhaber des Hamburger Lehrstuhls für Kunstgeschichte von 1942-1945. Nach seiner Rehabilitierung 1950 lehrte Wilhelm-Kästner noch bis 1966 in Hamburg. Im Fotoarchiv findet sich eine umfangreiche Sammlung von eigenen Fotografien und Postkarten aus den 1930er bis in die 1960er Jahre.

Just discovered – Fotoarchiv: Dresden 1983

10. April 2017 ankenapp Keine Kommentare

Auf diesem Foto aus dem Jahr 1983 aus dem Nachlass des Fotografen Karl Otto Wolff ist die Nordseite des Dresdner Kurländer Palais zu sehen, mit unter dem Nach aufbewahrten Bruchsteinen in Erwartung des Rekonstruktionsbeginns. Der Bau wurde im II. Weltkrieg durch Luftangriffe zerstört und erst zwischen 2006 und 2008 wieder aufgebaut. Die DDR-Szenerie komplettiert ein Trabant 500.

Im Nachlass finden sich 9 Fotos des Kurländer Palais von 1983.

Bild des Monats: März – Fotoarchiv

10. März 2017 ankenapp Keine Kommentare

Dieses Foto stammt aus dem Nachlass des Kunsthistorikers Karl Otto Wolff. Es entstand 1981 und zeigt die damals noch als Ruine verbliebene Frauenkirche in Dresden. Das ebenfalls sehr ruinös aussehende Auto davor ist ein „Saporoshez“ sowjetischer Bauart, im DDR-Slang kurz „Sapo“ genannt. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es aber kein Schrottauto – Schrott war viel zu wertvoll, um in der Landschaft zu stehen. Anders, als man es zum Beispiel aus den USA kennt, wo verflossene Autogenerationen gern einfach im Hof oder am Straßenrand „abgestellt“ werden.

Das Dürerhaus in Nürnberg

26. Januar 2017 ankenapp Keine Kommentare

Wer findet den Unterschied…?

Bild 1

Dieses Foto des Dürerhauses wurde zwischen 1860 und 1890 aufgenommen. Das Dia kam aus dem Bestand der Hamburger Oberschulbehörde 1921 an das Kunstgeschichtliche Seminar. Es war in Berlin im Verlag Franz Stoedtner hergestellt worden.

Bild 2

Dieses Foto des Dürerhauses entstand um 1900. Das Dia wurde im E. A. Seemann-Lichtbildverlag Leipzig gefertigt. Eine Inventarnummer und der Aufkleber unseres Seminars fehlen – so lässt sich nicht feststellen, wann das Dia in unseren Bestand gelangte.

Petrusstatue im Festornat

23. Januar 2017 ankenapp Keine Kommentare

Im Allgemeinen zeigt sich dem Besucher die mittelalterliche Petrusstatue in St. Peter in ihrer natürlichen Schlichtheit. Auf diesem alten Foto ist sie mit einem kostbaren Pluviale und der Tiare bekleidet, der dreifachen Krone, die die Päpste bis zum II. Vatikanischen Konzil trugen.

Die Sitte, Statuen zu bekleiden kennt man heute hauptsächlich aus Marienwallfahrtsorten wie Altötting, wo der wundertätigen Statue dem Festtag oder anderen Ereignissen angemessene kostbare Gewänder umgelegt werden.

Das ungewöhnliche Foto der bekleideten und bekrönten Petrusstatue entstand vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts. Seit dem II. Vatikanischen Konzil verzichtete man für einige Jahrzehnte auf diese Tradition. Heute wird sie am Fest Kathedra Petri (18. Januar nach dem alten Kalender, seit 1960 22. Februar) wieder durchgeführt.

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